Beobachtung und Beratung

Was – und wie wird beobachtet?

Die Beobachter/innen arbeiten nach den Prinzipien

  • kontrollierte Subjektivität,
  • Vermeidung von geschlechtsspezifischen Stereotypen.

Beobachtet wird nach Dimensionen, die im Wesentlichen den Bereich der Schlüsselqualifikationen erfassen. Fachliche Dimensionen werden nur soweit erfasst, wie sie im Bereich der „Potenziale“ bereits sichtbar sein können. Auch eine junge Frau, die keinerlei Vorkenntnisse mitbringt, kann technisch begabt sein!

Beratung und Zertifizierung zum Abschluss des Assessment-Centers

Nach Durchlaufen von jeder der vier Assessment-Aufgaben werden die Mädchen umfassend beraten. Die Assessorinnen oder Assessoren laden die Mädchen ein, über ihre Erfahrungen zu sprechen. Sie vergleichen die Selbsteinschätzung der Mädchen mit ihren Beobachtungen, berichten und ergänzen und stellen dar, welche Schlüsse sie daraus gezogen haben.
Assessement-Verfahren (in Auswahlprozessen) tendieren dazu, sehr introvertierte Teilnehmerinnen zu benachteiligen – anders als in Bewerbungsverfahren kann aber im Potenzial-Assessment mit den Teilnehmerinnen über dieses Thema gesprochen und beraten werden.

Im Beratungsgespräch werden Möglichkeiten erörtert, in einem geeigneten Berufsfeld weitere Erfahrungen zu sammeln, beispielsweise in einem Praktikum. Die nächsten konkreten Schritte zur weiteren Berufswegplanung stehen am Ende der Gespräche.

Jede Teilnehmerin erhält zum Abschluß ein detailliertes Zertifikat als Resultat aller Beobachtungen und Gespräche. Das Zertifikat ist orientiert an ihren Kompetenzen. Sie entscheidet selbst über die weitere Verwendung bei Bewerbungen oder als Grundlage für weitere Beratungen bei der Berufsberatung.