Ablauf

Was passiert bei einem Assessment-Center zur Potenzialermittlung?

taste steht am Ende der Schulzeit, in der Phase der Berufsorientierung. TASTE beginnt mit einer Informationsveranstaltung, die über das Angebot und das Verfahren informiert, am besten unter Beteiligung ehemaliger Teilnehmerinnen.

taste dauert in der Regel eine Woche lang. An vier Tagen wird je ein Berufsfeld ausprobiert, dabei werden die Teilnehmerinnen genau beobachtet. Der fünfte Tag dient den Abschlussgesprächen und der Vorbereitung des detaillierten Zertifikats. Die Teilnehmerinnen wissen immer, mit welchen Kriterien sie beobachtet werden, und worauf es bei der Lösung der Aufgaben ankommt.

taste ist wie alle Potenzial-Assessments ein Kompetenz-Ansatz: Es geht darum, die Stärken herauszufinden, es wird nicht nach Schwächen gesucht!

Ein typischer Tag …

Jeden Morgen zu Beginn werden die Teilnehmerinnen mit Informationen, spielerischen Übungen und kleinen Tests auf den Berufsbereich des Tages eingestimmt.
Sie erledigen dann einen ca. einstündigen Auftrag aus einem der Bereiche

Informationstechnologie:
Im Team schnell im Internet Informationen suchen und verarbeiten … es gibt ein paar kleine technische Störungen … und die anstrengende Kundin, die nicht genau weiß, was sie will, wartet schon …

Handwerk:
In einer „Designer-Werkstatt“ ein kleines Möbelstück bauen… den Bauplan verstehen… Werkzeug benutzen…

Technik:
Für eine Sportlerin ein technisches Gerät zusammenbauen… es herrscht ziemliche Zeitnot… und nicht alles funktioniert …

Zusätzlich können die Teilnehmerinnen in einem eigenen Auftrag testen, wie es sich „anfühlt“, sich als Neuanfängerin in ein fremdes Team einzubringen und in einer weiteren Stufe, wie es sich „anfühlt“ , als Frau in der Minderheit zu sein mit Männern, die mal nett, mal herablassend, mal … sind – und welche Strategien sie entwickeln können, die erfolgreich sind und die zu ihrer Persönlichkeit passen.

Danach schätzen die Teilnehmerinnen sich selbst entlang der ihnen bekannten Kriterien ein. Dann gehen sie nach Hause, während die Beobachter/innen ihre vielen Notizen auswerten und sich in einer Konferenz gegenseitig die Ergebnisse vorstellen und sie ggf. korrigieren.  Auf der Grundlage dieser Auswertung bereiten sie das Feed-Back-Gespräch mit der Teilnehmerin vor.

Was es heißt, beobachtet zu werden

Zwei unabhängige, trainierte Beobachterinnen oder Beobachter – sogenannte „AssessorInnen“ – beobachten jeweils eine Teilnehmerin bei der Ausführung eines Auftrags.

Sie werden geleitet von Beobachtungsdimensionen, die aus den beruflichen Anforderungen abgeleitet wurden.
Ein Beispiel: Als „Problemlösungskompetenz und Kreativität“ würde eingestuft, wenn die Teilnehmerin „bei Problemen ihre Arbeit unterbricht, sich orientiert, ihr Vorgehen korrigiert und alternative Vorgehensweisen und Strategien findet.“

Zum Abschluss erhält jede Teilnehmerin ein Zertifikat, das als Unterlage für weitere Bewerbungen genutzt werden kann, aber in seinem „nicht-öffentlichen“ Teil auch hilfreiche Hinweise für die Selbsteinschätzung der Teilnehmerin enthält.